Die Serie Z ist das erste MG Fahrzeug mit moderner Ganzstahlkarosserie, womit sich MG 1953 endgültig vom "Kutschenbau" verabschiedete. MG war inzwischen seit 1952 Bestandteil der British Motor Corporation (BMC), einem Zusammenschluss von Austin und der Nuffield Organisation (Morris, MG und Riley, im Besitz von William Richard Morris, 1. Viscount von Nuffield), wobei Austin wohl den Ton angab.

Der ZA (Magnette) wurde von 1953 bis 1956 und der ZB von 1956 bis 1958 gebaut (ZA 67.596, ZB 18.076, ZB Varitone 18.524 Fahrzeuge). Ein Parallelmodell zum MG Z ist der auch zur BMC Gruppe gehörende Wolsley. Der Entwurf von Gerald Palmer war zunächst für MG gedacht, wurde dann aber zuerst für den Wolsley verwendet, der dann vor dem MG Z auf den Markt kam. 

 

Meine Magnette mit der Fahrzeugnummer KA LD 13 37044 war einer der letzten, die gebaut wurden, ihm folgen nur noch 57 Exemplare.  37098 und 37099 wurden übrigens Polizeifahrzeuge.  Nur ungefähr 1.000 Magnettes haben bis heute überlebt. Das MG Z Register (www.magnette.org) weist 29 MG Z Magnette in Deutschland aus.

 

Mit Ganzstahlkarosserien mußte man natürlich erst Erfahrungen sammeln. Konstruktionsbedingt gibt es viele Hohlräume, in denen sich der Rost einnisten konnte (womit MG allerdings nicht alleine stand). Aus diesem Grund gibt es kaum Z Modelle ohne Rostschäden und damit sehr aufwändig in der Restauration.

Legende ist hier das Ehepaar Shorten in Lenwade bei Norwich (Norfolk/GB). John Shorten hat in den letzten 30 Jahren über 100 Magnettes ganz oder teilrestauriert und fertigt alle relevanten Blechformteile an. Den Teileverkauf managed seine Fau Lou. Mein Magnette verdankt ihr einen neuen Dachhimmel, einen neuen Teppich, FensterInnenrahmen, Fensterdichtungen und und und...

 

Inzwischen habe ich den Shortens einen Besuch abstatten und dabei u.a. eine neue Frontscheibe mitgebracht, die es nur auf Abholung gibt. Irgendeiner meiner Vorgänger hat die Scheibenwischer ohne Gummi laufen lassen und entsprechende Riefenbogen in der Scheibe erzeugt.

 

Nachtrag: Leider hat uns Lou Shorten am 3. April 2015 für immer verlassen.

 

Als "Running Restauration" wird versucht, "Maggie" während der Restauration fahrfähig zu halten.

Technik (Fahrwerk, Body, Elektrik, Motor) ist fertig, jetzt ist die Innenausstattung dran.

Und dann, ganz zum Schluss, gibt es eine neue Lackierung.

"Maggie" ist der Firmenwagen und dient als Anschauungs- und Referenz-Objekt auf Oldtimer-Treffen


Erste Durchsicht

Nach der Ankunft wurde als erstes der Zustand ermittelt.

Alles herausnehmbare wurde entfernt, um zu sehen inwieweit im Innenraum Rost festzustellen war.

Wie sich zeigte, was vor allem der Kofferraumboden komplett rostig.

Im Fahrgastraum waren Rostspuren von den Heckscheiben-Ecken über die Innenschweller bis zum Boden zu sehen.

Alles muss raus - nicht nur die Devise beim Schlussverkauf sondern auch bei "Maggie" wie sie jetzt genannt wurde.


Unterboden